Antivirus-Programme im Test 2015

Antivirus im BlickDie Cyberkriminalität durch Viren und Spionage-Software hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Hierbei werden immer bessere Viren entwickelt, die entsprechend einen angepassten Virenschutz erforderlich machen. Die Tools für den Schutz vor Viren, Hacker oder auch Spionage-Programme bieten dabei unterschiedliche Leistungen und natürlich auch differenzierte Preise.

Die neuesten Viren im Internet

Aktuell besonders lästig ist die sogenannte Ransomware, durch die es dem Nutzer nicht mehr möglich ist, auf persönliche Daten wie Videos, Bilder, E-Mails oder Texte zugreifen zu können. Erst wenn die User Lösegeld an den Ersteller von der Ransomware (Ransom bedeutet auf Deutsch Lösegeld) zahlen, sollen die Dateien wieder freigegeben werden. Oft werden die Daten aber auch nach der Zahlung von dem Lösegeld nicht freigeschaltet, so dass diese weiter nicht aufgerufen werden können. Da die Daten mit unterschiedlichen Algorithmen gesichert sind, die immer wieder anders ausfallen, ist es meist nicht möglich, die Dateien zu retten. Entsprechend kann es sein, dass der Computer komplett nicht mehr genutzt werden kann.

Ransomware: Digitale Erpressung

Zwischen den Jahren 2013 und 2014 ist die Anzahl der verwendeten Ransomware um über 500 Prozent angewachsen. Um sich dabei vor den Lösegeldforderungen aus dem Internet zu schützen, sollte entsprechend eine aktuell und hochwertige Antivirussoftware genutzt werden. Dies gilt jedoch nicht nur für den privaten Heimcomputer oder den PC auf der Arbeit, genauso sollten auch mobile Geräte durch eine passende Software geschützt werden. Vor allem die Produkte, die das Betriebssystem von Android verwenden, sind gefährdet, wenn es um den Download von der Ransomware geht. Eine besonders häufig verwendete Software ist hierbei der "Cryptolocker", der eine hochwertige Verschlüsselung bieten und somit nach dem unabsichtlichen Download kaum noch geknackt werden kann.

Der Anstieg der Malware in Deutschland

Eine andere gefährliche Art der Viren ist die sogenannte Malware. Durch diese Programme ist es den Cyberkriminellen möglich, wichtige Daten von dem Computer der Nutzer auszulesen, ohne dass die User dies bemerken. Besonders gefährdet sind hierbei natürlich Daten von Bankkonten oder Kreditkartendaten. Hierzu gehört auch das beliebte Bezahlprogramm von PayPal und die Deutsche Postbank. Durch Malware werden aber auch immer öfter Login-Daten von E-Mail-Konten, Shopping-Webseiten oder sozialen Netzwerken gestohlen. In diesem Fall nutzen die Diebe die digitale Identität von ihren Opfern, um über diese Schadsoftware auf andere Computer zu senden, ohne selber entdeckt zu werden.

Passworteingabe

Durch die entsprechende Malware ist es weiterhin möglich, dass der Rechner von den Nutzern in einem sogenannten Botnetzwerk genutzt wird. Durch die installierten Programme können die Cyberkriminellen den Computer von ihrem Opfer einfach fernsteuern. Auf diese Weise können dann alle Funktionen von dem PC genutzt werden, um somit auch illegale Aktivitäten auszuführen. Sollten diese Aktivitäten entdeckt werden, liegt es dann am Besitzer zu beweisen, dass die jeweiligen Aktionen nicht von ihm und ohne sein Wissen ausgeführt wurden. Mit rund 27 Prozent gehören die Trojaner, über die solche Botnetzwerke gesteuert werden, zu den häufigsten Viren im Internet.

Wie kann ein Computer durch Viren infiziert werden?

Es gibt verschiedene Arten von Viren, die entsprechend auch unterschiedliche auf den Rechner gelangen können, wenn dieser nicht über einen ausreichend guten Virenschutz verfügt. Hierzu gehört unter anderem, dass die Malware auf dem Computer installiert wird, wenn der Nutzer eine unsichere E-Mail öffnet.

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Mit rund 20 Prozent machen jedoch die Webattacken die größte Gefahr bei Systemen mit Windows aus. Sollten hierbei noch die Schwachstellen von "Java" hinzukommen, steigt der Prozentsatz sogar auf 31 Prozent. Bei dieser Art der Viren wird die Schadsoftware über speziell präparierten Webseiten an die Rechner der User weitergegeben. Hierbei reicht es mitunter schon aus, die jeweilige Internetseite aufzurufen. In diesem Fall wird sofort der Virus installiert, sollte dies nicht vorher von einem Antivirenprogramm verhindert werden.

Wer jetzt denkt, dass diese Schadprogramme nur auf Seiten mit pornografischen oder illegalen Inhalten zu finden sind, der liegt falsch. Selbst auf vermeidlich sicheren Seiten kann es dazu kommen, dass hier Viren heruntergeladen werden. Hierfür werden die infizierten Seiten so umgeleitet, dass diese von den Nutzern auch auf den vermeintlichen sicheren Präsenzen geöffnet werden. Auch das Einwählen mit einem Smartphone oder einem Laptop in einen Hotspot kann dazu führen, dass auf dem Gerät Schadsoftware installiert wird. Hierbei ist es oft so, dass die User über den Hotspot durch die Anfrage von einer harmlosen Webseite auf die infizierte Präsenz umgeleitet werden, die die Malware enthält.

Die besten Programme aus dem Test 2015

Durch den Test der Programme für 2015 sollten es die Kunden leichter haben, sich für einen hochwertigen Virenschutz zu entscheiden, der ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Der hier vorgestellte Test der Programme für 2015 umfasste dabei insgesamt zwölf differenzierte Softwarelösungen, die einen unterschiedlich guten Schutz bieten sollen. Hierbei wurden verschiedene Aspekte getestet, um die Programme bewerten zu können. Hierzu gehören beispielsweise: die Performance, die Leistungen, der Schutz an sich oder auch die Kosten.

Besonders gut haben dabei die Programme von Kaspersky und Bitdefender abgeschlossen. Diese beiden Programme lagen im Test fast gleichauf, so dass hier bei der Qualität im Grunde kein Unterschied erwartet werden kann. Ebenfalls sehr gut bewertet wurde das Programm von Avira, das besonders eine hochwertige Scanleistung bietet. Hierbei ist es für die Kunden nicht einmal nötig, die kostenpflichtige Version von Avira zu kaufen. Auch die kostenlose Version von diesem Antivirenprogramm bietet einen Schutz auf hohem Niveau. Ebenfalls einen durchaus guten Virenschutz, eine hochwertige Leistung und eine angemessene Performance bietet Norton Security.

Mit der Auswahl von einem dieser vier Programme können die User ihren Computer durchaus einfach vor allem Arten von Viren schützen, solange sie das jeweilige Programm immer aktuell halten.

Die schlechten Anbieter bei dem Test von 2015

Im Gegensatz zu den hochwertigen Programmen ist der Schutz durch die "Microsoft-Engine" deutlich schlechter geworden. Dementsprechend reicht es nicht mehr aus, nur die vorinstallierte und kostenlose Antiviren-Software von Microsoft zu verwenden. Weiterhin sollte das Programm "AhnLab V3 Internet Security 8.0" genannt werden, das nur unwesentlich besser als das Antiviren-Programm von Microsoft ausfällt.

Auch die beiden Programme "Tencent PC Manager" und "K7 TotalSecurity Total Security" sind nicht unbedingt weiterzuempfehlen, da hier entweder ein unzureichender Schutz, eine schlechte Performance oder insgesamt kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erwartet werden kann. Diese Anbieter sollten entsprechend nicht auf einen Computer genutzt werden, der mit dem Internet verbunden ist, selbst wenn nur vermeidlich harmlose Seiten besucht werden.

Die passende Antiviren-Software für mobile Geräte

Immer mehr User nutzen mobile Geräte, um mit diesen online im Internet zu surfen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass in diesem Bereich ständig mehr und neue Viren auftauchen, die unabsichtlich auf die Smartphones oder Tablet-PC heruntergeladen werden können.

Laut Experten hat sich die Anzahl der Virenangriffe im Bereich der mobilen Geräte von Android zwischen August 2013 und März 2014 verzehnfacht. Hierbei wurden mit 42 bis 57 Prozent am meisten SMS-Trojaner genutzt, die entsprechend per Textnachricht verschickt werden. In Zukunft wird diese Anzahl sicherlich noch weiter ansteigen, wenn die User nicht für den richtigen Schutz sorgen. Besonders verbreitet sind hierbei Programme, die persönliche Daten oder auch Bankdaten von den Usern stehlen und diese dann Dritte weitergeben oder für illegale Aktivitäten nutzen.

Auch auf den Geräten, die iOS als Betriebssystem verwenden, können ebenfalls Viren auftauchen, wobei hier die Risiken durch Schadsoftware-Programme noch vergleichsweise gering ausfallen. Dennoch ist es auch hierbei durchaus sinnvoll, die passenden Antiviren-Programme zu nutzen.

Auf den mobilen Geräten zeigt sich im Grunde das gleiche Bild, wie bei dem Test der Schutzprogramme auf den Computer. Somit können auch hier die Softwarelösungen von Avira oder Norton genutzt werden, um einen hochwertigen Schutz zu erhalten. Dabei wird die Leistung von dem Gerät nur minimale von diesen Programmen beeinflusst und die Nutzer können einen guten Schutz erwarten.

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